Es gab nur wenige Persönlichkeiten in Preußen, die im 19. Jahrhundert ein so
vielseitiges, aufregendes und skandalumwittertes Leben geführt haben wie Fürst
Hermann von Pückler-Muskau (1785-1871). Die Berichte von seinen
ausgedehnten Reisen machten ihn zum viel gelesenen Schriftsteller. Aber die
große Leidenschaft des sprachgewandten, stets neugierigen Weltbürgers war die
Landschaftsgestaltung. Diese führte er nach dem Park in Bad Muskau in seinem
Alterswerk, dem Branitzer Park bei Cottbus, zur Reife.
Pückler schuf in Branitz ein Gesamtkunstwerk, das aus seinem Schloss, der
gestalteten Parklandschaft und den umgebenden Wald-, Wiesen- und
Ackerflächen des Außenparks besteht. Der Branitzer Park ist eine einzigartige
Schöpfung, die nicht nur für die Stadt Cottbus von unschätzbarem Wert ist,
sondern auch über die Grenzen Deutschlands hinaus Bedeutung für die Geschichte
des Landschaftsgartens hat. Vor allem ist er bis heute, wie das Leben Pücklers, für
uns Inspiration und Bereicherung.