1. Preis Leana Hahn und Justus Gärtner, btu, Foto M. Kreutzkam
1. Preis Leana Hahn und Justus Gärtner, btu, Foto M. Kreutzkam
      

RÜCKBLICKE/Nachlese

2018 - 2019

233. Geburtstag Hermann Fürst von Pückler Muskau (30.10.2018)

 

Der diesjährigen Geburtstagsfeier kann man durchaus den Titel „Passage Branitz“ zuordnen.

Gäste des Vereins waren der Cottbuser Autor und Lyriker Klaus Trende, die Musikerin Marie-Joana, Stiftungsvorstand Gert Streidt, Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe u.v.a.m.

Klaus Trende las seine Texte von 1992 - doch Lyrik ist zeitlos - begleitet von einem Fotospaziergang durch den Park in den Jahreszeiten. Marie-Joana verstand es, die Gedichte musikalisch zu verbinden, sie zu interpretieren. Ein für die Geburtstagsfeier geschriebenes Essay „Variationen über das Naturell des Fürsten Pückler“ schaffte es, den grünen Fürsten in seiner Vielseitigkeit, seinen Gedanken, Visionen und seinem Wesen – eben seinem Naturell – den Zuhörern so nahe zu bringen, wie man es bei einer Geburtstagsfeier erwartet.

Wie in jedem Jahr wurde der Stiftung ein neuer „Verlorener Ort“ übergeben, die neue Sitzgruppe auf dem Rosenhügel.

Besonders zu erwähnen, das verarbeitete Eichenholz stammt aus dem Branitzer Park und die Sitzgruppe wird von den Restauratoren der Stiftung hergestellt. Der Verein trägt die damit verbundenen Kosten und hat so Spielraum für zwei weitere Vorhaben, eine Neuauflage der Dokumentation „Ahnengalerie“ und die Restauration der beiden Lüster des Treppenhauses des Schlosses im kommenden Frühjahr.

In seinem Grußwort dankte Herr Streidt dem Verein für dessen Wirken und hob dabei den Seminarkurs Fürst Pückler und den Kulturlandschaftspreis Fürst Pückler hervor, weil beide Projekte Schüler und Studierende an das Pücklererbe heranführen.

Herr Streidt bedankte sich auch ausdrücklich für die öffentliche Unterstützung und Positionierung durch den Verein, den Status als Weltkulturerbe für Branitz zu erlangen.

Auch 2018 war für den Park aufgrund seiner Klimakapriolen eine erneute Belastung, welche Spuren hinterlässt.

Bei einem Buffet, dem Kaffeeauschank durch die Cottbuser Kaffeerösterei und vielen Gesprächen klang der Abend, untermalt von Marie-Joanas Gesang und ihrer einfühlsamen Saxophon- und Gitarrenmusik aus.

Allen Mitwirkenden und Helfern ein herzliches Dankeschön!

Pflegeeinsätze "Verlorene Orte"

Immer am ersten Montag des Monats trafen sich von Mai bis November Unentwegte zu den Pflegeeinsätzen an "Verlorenen Orten" im Park. Schwerpunkte waren das Historische Schmiedegärtchen und die Wegeränder an der Parkschmiede, sowie die Pflegearbeiten am Pferdegrab der Adschameh. Vom Pflanzen der Dahlienknollen bis zur Winterfestmachung derselben  reichte die Arbeit der fleißigen Helfer. Dank gilt hier besonders den Vereinsmitgliedern Karl-Heinz Rademacher, Günter Schiel, Wolfgang Wenzke, Ina Witt und Annelies Protze sowie Herrn Dr. Helmut P.atzsch für ihr Engagement im Ehrenamt.

"Pfleger"

Seminararbeit von Verena Mauß 2017

Betreuerin: Roswitha Knappe

Pückler-Gymnasium Cottbus

Der Zusammenhang zwischen seelischer und körperlicher Gesundheit am Beispiel Machbubas Tuberkuloseerkrankung

Während seiner Orientreise (1834-1840) kaufte Herman Fürst von Pückler-Muskau 1837 auf dem Kairoer Sklavenmarkt die abessinische Sklavin Ajiamé. Sie wurde später Machbuba genannt und begleitete Pückler in seinem Gefolge bis nach Muskau, wo sie nach kurzer Zeit an Tuberkulose erkrankte und noch im Jugendalter verstarb.

Roswitha Knappe und Prof. Dr. Hans Schweisfurth referierten im Besucherzentrum auf dem  Gutshof Branitz über Machbubas Tuberkuloseerkrankung. Neben einem historischen Abriss über die Tuberkulose vom Altertum bis in die Gegenwart, in dem u.a. beleuchtet wurde, wie sich Diagnose- und Behandlungsmethoden entwickelt haben, welche Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen und wie die derzeitigen Heilungschancen aussehen, stand vor allem Pücklers Wegbegleiterin im Vordergrund der Ausführungen: Welche einschneidenden Lebensumstände Machbubas sind bekannt? Waren ihre Erkrankung und ihr früher Tod zwangsläufig? Welche Faktoren könnten zur Erkrankung von Machbuba geführt haben?

Davon ausgehend wurden die Zusammenhänge von Lebensumständen, seelischer Befindlichkeit und körperlicher Gesundheit im Allgemeinen sehr anschaulich beleuchtet, denn: „Leidet die Seele, leidet der Mensch.“

Fahrt in den Cottbuser Ostsee

Der Juni beginnt für die Vereinsmitglieder mit einer Fahrt in den zukünftigen Cottbuser Ostsee. Treffpunkt war der Merzdorfer Aussichtsturm  an der B96.

Unser Mitglied Ingolf Arnold, er ist Leiter der Geotechnologie bei der LEAG, fuhr mit uns im geländegängigen Mannschaftswagen und Jeep in den  Ostsee ein. Wir konnten bei der rund zweistündigen Fahrt auf dem Grund des ehemaligen Braunkohletagebaus Cottbus-Nord interessante Informationen und Einblicke  an unterschiedlichen Haltepunkten erhalten.

Noch in diesem Jahr soll die Flutung des mit 19 Quadratkilometern vorerst größten Bergbaufolgesees Deutschlands mit Spreewasser beginnen.

 

 

Fotos: Karl-Heinz Rademacher

Kulturlandschaftspreis Fürst Pückler erstmals verliehen

Idee

Auslobung eines Preises für studentische Arbeiten, welche an der Schnittstelle zwischen Stadt- und Regionalentwicklung sowie Architektur und Landschaftsarchitektur einen besonderen Beitrag zur Garten- und Parkgestaltung und zur Entwicklung der Kultur- und Stadtlandschaft innerhalb und im Umfeld des Parks Branitz leisten.

Ergebnis

Eine Jury unter Leitung von Prof. Dr. C. Becker verständigte sich zu einem 1. Preisträger und zwei 2. Preisträgern.

Der 1. Preis ging an Leana Hahn und Justus Gärtner, Master-Studenten der Stadt- und Regionalplanung der BTU Cottbus-Senftenberg, für ihre Wettbewerbsarbeit „Natur und Stadt durch.blicken“.

Die beiden 2. Preise gingen an Studierende der TU Dresden. Einen zweiten Preis erhielten Sarah Maibuhr und Jonas Danner für ihre Arbeit „Pücklers Expedition ins Tierreich“ und Johanna Krämer, für die Wettbewerbsarbeit „Zurück in die Zukunft“.

Die eingereichten Wettbewerbsarbeiten werden in zwei Ausstellungen im Herbst 2018 zunächst im Cottbuser Rathaus, später an der BTU in Cottbus der Öffentlichkeit vorgestellt.

Preisübergabe

Die Preisskulptur „Gespaltener Torso/Aufbruch“ aus Holz des Branitzer Parks, geschaffen vom Cottbuser Bildhauer Hans-Georg Wagner, überreichten Frau Prof. Dr. A. Lundqvist und Vereinsvorsitzender  B. Neisener an die Träger des 1. Preises während des diesjährigen Gartenfestivals am 26. Mai. Alle Preisträger erhielten außerdem eine Geldprämie und den Mitgliedsausweis 2018 des Vereins, der zum kostenlosen Besuch von Schloss, Marstall und Besucherzentrum Branitz berechtigt.

An der Preisverleihung nahmen u.a. die Kultur- und Wissenschaftsministerin des Landes Brandenburg, Frau Dr. Marina Münch, die Bürgermeisterin der Stadt Cottbus, Frau Marietta Tzschoppe und Elke Gräfin von Pückler teil.

Partner

Fürst Pückler in Branitz e.V. - Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz – BTU Cottbus-Senftenberg – Stadt Cottbus

Ausblick

Alle Beteiligten waren sich darin einig, den Wettbewerb in den nächsten Jahren fortzuführen.

1. Preis

" Natur und Stadt durch.blicken"

1. Preisträger

Leana Hahn und Justus Gärtner

btu Cottbus-Senftenberg

Orientalische Blütenträume verzauberten                                        Gartenfestivalbesucher

5. BlumensteckWettbewerb beim Gartenfestival 2018

Zehn Floristen und zwei Hobbyfloristen aus Cottbus, Kolkwitz und Lübbenau beteiligten sich mit 51 Blumenarrangements am 5.BlumensteckWettbewerb des Pücklervereins.

über 1400 Festivalbesucher hatten die Qual der Wahl das Schönste bzw. Kreativste auszuwählen.

  1. Preis:    Blütenbild in goldenem Rahmen (Blumenhaus Glodny, Sielow)
  2. Preis:    Filigraner Wickenblütenkranz ( Die Lilie, Cottbus)
  3. Preis:    Fächer mit Gloriosa( Floralia, Groß Gaglow)

         Kreativpreis: Strichmann mit Blütenkugel (Herr Nowka – Die Lilie, Cottbus)

Durch den Verkauf der Blumenarrangements konnte der Pücklerverein Branitz 1823 Euro einnehmen.

Damit finanziert er die Frühjahrsbepflanzung 2019 vor dem Schloss Branitz

Wir möchten uns bei allen Floristen und Sponsoren sehr herzlich bedanken.

Unser besonderer Dank gilt Elke Gräfin von Pückler und dem Garden Club of Bavaria für ihre finanzielle Unterstützung.

Ein großes Dankeschön richtet sich an die helfenden Mitglieder des Fördervereins und an die engagierten Schülerinnen und Schüler der Grundschule Dissenchen, des Humboldt Gymnasiums und des Evangelischen Gymnasiums.

Auf Winckelmanns und Pücklers Spuren durch Bella Italia

 

Am 25. April begrüßten wir wieder Klaus-Werner Haupt in unserem Verein. Diesmal führte uns Herr Haupt „Auf Winckelmanns und Pücklers Spuren durch Bella Italia“.

Was verbindet diese beiden Persönlichkeiten der deutschen Kulturgeschichte?

Als Johann Winckelmann in Triest Opfer eines Mordanschlags wurde, sollten noch siebzehn Jahre bis zu Hermann von Pücklers Geburt vergehen. Allerdings hatte bereits Pücklers Großvater Graf Callenberg zwei Bücher Winckelmanns in seiner Bibliothek, der später in Branitz befindlichen Pückler-Callenberg`schen Bibliothek.

Johann Winckelmann gilt als der Begründer der wissenschaftlichen Archäologie und Kunstgeschichte und als geistiger Begründer des deutschen Klassizismus. 1755 siedelte er nach italien über und wurde 1863 von Papst Clemens VIII. zum Commisario della antichita des Vatikans ernannt.

Als der junge Graf von Pückler als 23jähriger seine Italienreise beginnt, mag der Grund dafür das damalige lebhafte Interesse an der Antike gewesen sein. Sicher nicht zufällig  bereist Pückler Italien auf den Spuren Winckelmanns, wird von Papst Pius VII. empfangen und kehrt als 25jähriger in seine immer noch von den napoleonischen Truppen besetzte Heimat zurück. Später erscheinen von Pückler die „Jugend-Wanderungen“ (1835), die sich wesentlich mit den Eindrücken seiner Italienreise befassen, auch die Branitzer Statuen Venus italica, Venus di Capua, die Thorvaldsen-Reliefs der Pergola und die Vasen aus  Carrara- Marmor sind Reminiszenzen Pücklers an seine frühe Italienreise.

Wir danken Herrn Haupt für diesen - wieder einmal – hochinteressanten und geistige Verbindungen aufzeigenden Vortrag.

                                                                                                                                                 (B. Neisener)

Klaus-Werner Haupt beim Vortrag
Winkelmann - Venus von Capua - Pückler

Fürst Pückler - Schülerpreis 2018

v.l.: Kerstin Havenstein (Stellv. Schulleiterin);

Dr. Sabine Haustein (Seminarkursleiterin); Bernhard Neisener (Vorsitzender);

Mareike Marnitz (2. Preis);

Greta Grüning (2. Preis);

Sarah Jahn (1.Preis);

Dr. Simone Neuhäuser (Kustidin)

Interessieren sich Schüler für Fürst Hermann von Pückler-Muskau?

Die Frage lässt sich so beantworten: 13 Schülerinnen und Schüler des Evang. Gymnasiums Cottbus meldeten sich zum Wissenschafts-Seminarkurs an und schrieben zum vielfältigen Thema "Hermann Fürst von Pückler-Muskau" ihre Seminararbeit.

Die besten Arbeiten wurden nach der schulischen Bewertung einer Jury vorgestellt.

Den mit 300 € dotierten 1. Preis erhielt Sarah Jahn für ihre Seminararbeit „Pückler und die Liebe zum musikalischen Detail“. Der 2. Preis wurde zweimal vergeben. Greta Grüning mit „Pückler im Orient“ und Mareike Marnitz mit „Der grüne Fürst auf der grünen Insel“ nahmen das Preisgeld von jeweils 150 € entgegen. Neben einer Urkunde und Blumen gehörte auch eine lasergravierte Glaspyramide zu den Auszeichnungspräsenten.

Die musische Begleitung der Veranstaltung übernahmen Schüler und Lehrer des Gymnasiums. Herzlichen Beifall gab es auch für  Hannah Schulrath, die das selbst geschriebene heiter-ironische Gedicht

„Der Mitgiftjäger“ vortrug.

Die Preisverleihung bildete den Abschluss einer im November 2016 geschlossenen Kooperationsvereinbarung zwischen unserem Verein, dem Gymnasium und der Stiftung, welche die Schüler fachkundig begleitete.

Die Partner beabsichtigen, die Zusammenarbeit ab dem kommenden Schuljahr fortzusetzen.

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